Die Nachholspiele in der Regionalliga Bayern

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Die Nachholspiele in der Regionalliga Bayern
Bild: bfv.de
In den Nachholspielen am Dienstagabend in der Regionalliga Bayern konnte die Spielvereinigung Bayern Hof endlich wieder gewinnen. Gegen den TSV Rain am Lech gab es im Nachholspiel des 12. Spieltages einen 1:0 Erfolg für die Oberfranken. Damit konnte die Spielvereinigung sich etwas Luft zur Abstiegszone verschaffen. Den entscheidenden Treffer erzielte Frantisek Kura. Für den TSV Rain am Lech war es bereits das 14. Spiel in Folge ohne Sieg. Damit steht der TSV auf dem letzten Platz. Auch eine weitere Serie hat weiter Bestand. Der TSV 1860 München II konnte mit 3:0 gegen den Aufsteiger aus Schweinfurt gewinnen. Durch den Sieg im Nachholspiel des 2. Spieltages, wohlgemerkt der Sechste in Folge, kletterten die Junglöwen auf den zweiten Tabellenplatz. Der Abstand auf den Tabellenführer und großen Lokalrivalen, die U 23 des TSV 1860 München, beträgt sieben Zähler. In Bamberg gab es ein leistungsgerechtes 2:2 Remis. Der SV Seligenporten ist durch den Punktgewinn bereits seit fünf Spielen ungeschlagen.

SpVgg Bayern Hof - TSV Rain am Lech 1:0

Zu Beginn der Partie war beiden Mannschaften sichtlich anzumerken, dass sie sich der Bedeutung des Spiels bewusst waren. Dementsprechend aufgeregt ging die Teams zu Werke, ehe Hof nach einer Viertel Stunde das Kommando übernahm. Die erste richtig gute Chance der Partie hatten die Hausherren dann in der 19. Minute, als Vignon Amegan nach einer aus dem Gewühl heraus zum Abschluss kam. Einzig und allein Kevin Maschke, dem Keeper der Gäste, hatten die Spieler des TSV Rain am Lech zu danken, dass man nicht hinten lag. Der packte einen grandiosen Reflex aus und parierte glänzend.

Maschke konnte sich auch in der Folge nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Nachdem er gegen Cenk Imsak und Josef Rodler noch parieren konnte, war er dann aber in der 39. Minute geschlagen. Nach einem hohen Anspiel ließ der technisch affine Frantisek Kura den Ball von der Brust abtropfen und konnte das Runde aus 10 Metern Entfernung zum 1:0 für die Gastgeber im Eckigen versenken.

Nach dem Seitenwechsel löste Rain am Lech die defensive Einstellung auf und hätten in der 54. Minute beinahe den Ausgleich erzielt. Nach feiner Vorarbeit von Niko Schröttle kam Maximilian Lutz im Strafraum an das Kunstleder, jagte dieses jedoch am um Haarebsreite am Tor Hofs vorbei.

Doch auch die Spielvereinigung versuchte, den nächsten Treffer zu erzielen. Nach einer Stunde scheiterte erst Josef Rodler an Kevin Maschke, der den Ball allerdings nicht fest halten konnte. Den Abpraller setzte Vignon Amegan knapp neben das Ziel.

In der Schlussphase hätte Hof dann den Sack zu machen müssen, doch Sebastian Bösel jagte das Leder aus aussichtsreicher Position deutlich über die Querlatte.

Kurz vor dem Abpfiff wurde es noch hektisch. Bereits in der Nachspielzeit sah Jakub Kubek, der erst in der 85. Spielminute eingewechselt worden war, die rote Karte. Am Ausgang des Spiels änderte der Platzverweis abe
r nichts mehr.

Jens Meckert (Inerimstrainer TSV Rain am Lech auf bfv.de): "Wir haben von beiden Mannschaften ein intensives Spiel gesehen, in dem wir durch individuelle Fehler Hof in die Karten gespielt haben. Wir können uns bei unserem TW bedanken, der uns im Spiel gehalten hat. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen und hatten auch die eine oder andere Chance. Wenn man dann aus diesen guten Möglichkeiten nichts macht, darf man sich nicht beschweren, wenn man als Verlierer den Platz verlässt."

Daniel Felgenhauer (Trainer SpVgg Bayern Hof auf bfv.de): "Wir haben von Anfang an druckvoll nach vorne gespielt und den Gegner frühzeitig gestört. Leider haben wir es erneut versäumt schnell ein Tor zu machen. Bezeichnend ist es, dass ein Innenverteidiger unser Tor gemacht hat. Die zweite Halbzeit war dann etwas ausgeglichener. Wir hatten aber auch da unsere Möglichkeiten nachzulegen, hätten aber unsere Chancen besser ausspielen müssen. Wichtig war, dass wir den Bock umgestoßen haben und die drei Punkte hier behalten haben."


TSV 1860 München II - 1. FC Schweinfurt 05 3:0

Vom Anpfiff weg spielte nahezu nur eine Mannschaft. Die Zweitbesetzung des TSV 1860 München versuchte von Beginn an, die Schnüdel ein zu schnüren und an die Wand zu spielen. Doch wie aus dem Nichts hatten die Gäste die erste Chance. Steffen Krautschneider versuchte sich an einem Freistoß aus 25 Metern. Vitus Eicher, der Keeper der Junglöwen, zeigte keine Reaktion und konnte dem Ball nur noch hinterher sehen. Zu seinem Glück klatschte dieser an die Latte.

Die "Sechzger" drückten weiter, doch der letzte entscheidende Pass wollte noch nicht glücken und die großen Torszenen blieben Mangelware. Zwar versichten sich Kodjovi Koussou und Julian Weigl am Abschluss, stellten Christopher Pfeiffer, den Keeper des Aufsteigers aus Schweinfurt, allerdings nicht unbedingt vor große Aufgaben.

Doch im zweiten Durchgang sollte sich dies schlagartig ändern. Ivan Knezevic drang in den Strafraum der Gäste ein und zog ab. Sein Versuch wurde geblockt, doch er konnte anschließend den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:0 einnetzen.

Nur drei Zeigerumdrehungen später stand es auch schon 2:0. Mike Ott hatte am linken Eck des Strafraumes zu viel Platz und schlenzte das Leder ansehnlich in die lange Ecke.

Die Vorentscheidung besorgte Knezevic mit seinem zweiten Treffer in der 63. Minute. Auf engsten Raum tanzte der Münchener Angreifer gleich vier Schnüdel aus und traf aus zehn Metern zum 3:0 Endstand.

Und der FCS hatte Glück, dass es "nur" beim 3:0 blieb, denn noch mehrere Male brannte es lichterloh im Sechzehner der Franken.

Gerd Klaus (Trainer 1. FC Schweinfurt 05 auf bfv.de): "Ein verdienter Sieg der Löwen, sie waren auf jeder Position stärker besetzt. Wir ärgern uns, dass wir so defensiv gespielt haben. Vor allem unsere Leistung in der Offensive war enttäuschend."

Torsten Fröhling (Trainer TSV 1860 München II auf bfv.de): "Schweinfurt hat in der ersten Halbzeit sehr gut verschoben, wir sind überhaupt nichts ins Spiel gekommen. In der Halbzeit habe ich meinen Verteidigern gesagt, dass sie sich öfters einschalten müssen. Da hat dann auch sehr gut geklappt, aber wir hätten noch konsequenter spielen können. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden."


FC Eintracht Bamberg 2010 - SV Seligenporten 2:2

Bamberg ging mit viel Elan in das Nachholspiel und konnte nach neun Minuten bereits in Führung gehen. Nach einem zielgenauen Pass war Alexander Deptalla im Strafraum zur Stelle und ließ aus zehn Metern Torentfernung dem Keeper des SVS, Dominik Brunnhübner, keine Chance, das 1:0 zu verhindern.

Allerdings fanden die Gäste postwendend die passende Antwort. Eintrachts Schlussmann, Mario Aller, verstolperte den Ball an Christian Knorr, der von der Grundlinie aus das 1:1 erzielte.

Obwohl Seligenporten dann ins Rollen kam, setzte es nach 23 Minuten den zweiten Gegentreffer für die Klosterer. Deptalla war durchgebrochen und konnte von Brunnhübner im Strafraum nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den Elfmeter legte sich Danl Schäffler zurecht und er verwandelte sicher zum 2:1.

Es blieb auch weiterhin ein munteres Spiel, da sich beide Mannschaften auf die Offensive kozentrierten. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste dann den besseren Start untrafen nach 52 Minuten zum 2:2 Ausgleich. Dominik Stol war aus 12 Metern erfolgreich.

Beide Mannschaften spielten in Durchgang zwei auf Sieg und hatten in den Schlussminuten noch gute Chancen, doch weder Marco Wiedmann konnte Aller, den Keeper der Eintracht überwinden, noch Nicolas Görtler konnte den Ball im Gehäuse der Gäste unterbringen und so blieb es bei einem absolut leistungsgerechten Unentschieden.

Serdal Gündogan (Co-Trainer SV Seligenporten auf bfv.de): "Wir haben ein flottes Spiel gesehen. Das 1:0 resultierte aus einem Ballverlust unsererseits. Nach dem Ausgleich waren wir besser im Spiel. Dann wieder ein Abspielfehler. In der Halbzeit haben wir unsere Jungs gut wach gebracht. Nach dem Ausgleich hatten wir meiner Meinung nach die besseren Möglichkeiten. Aber bei den heimstarken Bambergern können wir mit dem Punkt gut leben."

Dieter Kurth (Trainer FC Eintracht Bamberg 2010 auf bfv.de): "Mich ärgert, dass wir nach einer 1:0-Führung durch einen individuellen Fehler den Ausgleich bekommen. Dann haben wir das 2:1 gemacht und Nicolas Görtler hätte das 3:1 machen müssen. Wir haben es in Halbzeit zwei nicht geschafft, den Spielaufbau entscheidend zu stören. Vor dem erneuten Ausgleich habe ich ein Foulspiel gesehen. Ich habe es dann anders gesehen, dass wir die klareren Chancen hatten. Beide Teams stehen zu Recht im oberen Mittelfeld. Letztlich ein verdientes Unentschieden."


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Autor: Johann Sebastian Künzig
Schlagworte: TSV 1860 München II, Nachholspiele, Regionalliga Bayern, SV Seligenporten, FC EIntracht Bamberg 2010, 1. FC Schweinfurt, TSV Rain am Lech, SpVgg Bayern Hof
Datum: 19.09.2013 23:21 Uhr
Url: http://www.4-liga.com/nachrichten-die-nachholspiele-in-der-regionalliga-bayern-7723.html
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