Fortuna Köln: Matthias Scherz und die Gründe für sein Comeback

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Fast aus dem Windschatten heraus konnte sich Fortuna Köln kurz vor Hinrundenschluss die Herbstmeisterschaft in der viertklassigen Regionalliga West sichern. Über weite Strecken der Halbserie hat Stadtrivale Viktoria Köln die Tabelle angeführt, bis es vor wenigen Wochen eine äußerst empfindliche 1:3-Niederlage für die rechtsrheinische Viktoria gegeben hat. Nun macht der langjährige Zweitligist Fortuna mit der Verpflichtung von Matthias Scherz als neuen Spieler von sich Reden.

In der Rückrunde wird der mittlerweile 40-jährige, ehemalige FC-Profi für den Spitzenreiter der Regionalliga West kicken. Damit gibt der ehemalige Profi des FC St. Pauli und vor allem des 1. FC Köln sein aktives Comeback, nachdem er 2009 bereits seine Karriere als Profifußballer aufgegeben hat. Das Saisonziel der Südstädter lautet der Aufstieg in die 3. Liga. Am kommenden Samstag geht es gegen die U23 des VfL Bochum in die Rückrunde. Schon seit mehreren Wochen hält sich Scherz bei der Fortuna auf, weil er eine Hospitanz im Rahmen seiner Trainerausbildung absolviert.
Nach seinem Karriereende im Juli 2009, war der ehemalige Publikumsliebling des 1. FC Köln bis Ende der Spielzeit 2010/11 beim FC im Nachwuchsbereich tätig, wo er sich konkret mit der Spieler-Entwicklung und der Karriere-Planung befasst hat. Der damalige Sportdirektor
Volker Finke hat jedoch mitentschieden, dass Scherz seinen Vertrag nicht verlängert hat. Bis Juni 2013 hat Scherz nun einen Vertrag beim SC Fortuna Köln unterschrieben. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ nennt er nun die Gründe für sein etwas überraschend anmutendes Comeback als aktiver Spieler. So begründet er diesen Schritt: „Bisher habe ich eine Hospitation im Rahmen meiner Trainerausbildung gemacht. Mich hat es jetzt aber einfach noch mal gereizt, selbst zu spielen. Und da habe ich Kontakt zu Trainer Uwe Koschinat aufgenommen und ihn darüber nachdenken lassen.“ Mit seinen nunmehr fast 41 Jahren muss er sich gegen Spieler behaupten, die nicht einmal doppelt so jung wie er sind. Von seiner körperlichen Wettbewerbsfähigkeit scheint er jedoch dennoch vollauf überzeugt: „Ja, natürlich. Sonst hätte ich den Vertrag ja nicht unterschrieben.“
Ehrgeiz ist für Scherz, der ein ganzes Jahrzehnt für den FC gekickt hat, eine ganz besondere Eigenschaft, denn trotz der hochkarätigen Konkurrenz im Kader hat er sich mittelfristig einen Stammplatz als klares Ziel definiert, da der sportliche Wille auch in diesem „hohen Alter“ immer noch klar erkennbar ist: „Für die zwei Partien vor der Winterpause geht es für mich darum, dass ich im Kader stehe. Ich bin ja auch beim FC oft genug von der Bank gekommen. Aber nach dem Jahreswechsel ist es für mich ganz klar das Ziel, von Beginn an zu spielen.“ Und er fügt hinzu, dass er mit einer Kadernominierung keinesfalls zufrieden erscheint: „Natürlich, nur um einen Kaderplatz zu bekommen, mache ich das nicht.“
Grundsätzlich macht diese Verpflichtung auch für den Verein SC Fortuna Köln durchaus Sinn, denn mit Scherz bekommt der DFB-Pokalfinalist von 1983 einen erfahrenen Spieler, der zudem als Vorbild für die zahlreichen jungen Spieler dienlich sein kann. Dies hat auch Scherz erkannt: „Aber mit dem, was ich in meiner Bundesliga-Zeit erlebt habe, kann ich die jüngeren Spieler natürlich unterstützen und ihnen in schwierigen Phasen eine Hilfestellung geben.“
Durch das Spielercomeback wird er deshalb mit seiner Fußball-Kolumne „Seitenwechsel 2.0“ im „Kölner Stadt Anzeiger“ möglichst schnell aufhören. Dies macht er im Gespräch mit dieser Zeitung auch deutlich: „Ich werde den „Seitenwechsel“ noch ein Mal schreiben, nach dem übernächsten Wochenende. Danach werde ich ausscheiden. Ich kann nicht selber spielen und dann noch darüber schreiben. Das wäre ein schmaler Grat, auf dem ich mich bewege.“


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Quelle: ksta.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: SC Fortuna Köln; Koschinat; Scherz; 1. FC Köln; Finke
Datum: 06.12.2012 22:10 Uhr
Url: http://www.4-liga.com/nachrichten-fortuna-koeln--matthias-scherz-und-die-gruende-fuer-sein-comeback-3121.html
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