Die Visionen und Ambitionen von Viktoria Köln

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Der FC Viktoria Köln ist derzeit das absolute Vorzeige-Team aus Köln. Erfolgreich, attraktiv und interessant ist dieser Verein, der mit sechs Siegen in sechs Spielen und einem Torverhältnis von 18:3 die Regionalliga Nord aufmischt. Die Visionen vom Investor Franz-Josef Wernze sind ambitioniert aber irgendwie auch realistisch zugleich, denn während beim Stadtrivalen 1. FC Köln derzeit das wirtschaftliche und sportliche Chaos tobt, bereitet man sich in Höhenberg auf die Zukunft vor.

Die Begeisterung nimmt auf der Schäl Sick im rechtsrheinischen Köln so ganz langsam zu, denn das Ziel Profi-Fußball bündelt bei diesem vielleicht aufstrebensten Verein in Deutschland sämtliche Kräfte. Auch Klaus Grosmann versucht mit seinen 68 Jahren seinen Verein nach vorne zu bringen. Nicht umsonst wird er in der kleinen, aber feinen Viktoria-Fan-Szene nur „Fahnen-Klaus“ genannt. Er und knapp 3.000 andere Fans haben zuletzt beim 2:0 Erfolg über Rot-Weiß Oberhausen für eine Gänsehautstimmung gesorgt. Eine Kulisse und Atmosphäre, welche das Team von Trainer Heiko Scholz absolut verdient hat.
Während bei anderen Regionalligisten vor allem Idealismus oder ein Bundesligist dahintersteckt, der die Reserve mit Profi-Spielern und dem notwendigen Monetären umfassend unterstützt, steckt bei Viktoria eine Idee dahinter, die detailreich geplant ist. Ein äußerst interessantes Projekt bestehend aus den Geldern von Wernze, anderen zahlungskräftigen Sponsoren wie dem Flughafen Köln/Bonn, das Management von Franz Wunderlich, dessen
Sohn Mike bei Viktoria kickt und nicht zuletzt Trainer Heiko Scholz, der als Architekt des gesamten Projekts gilt.
Gegenüber der „Bild“ nennt Wernze die klare Zielsetzung des ambitionierten Vereins, der ausdrücklich nicht als Konkurrent des 1. FC Köln gesehen werden möchte. Zumindest in den nächsten Jahren noch nicht. „Wir haben einen Plan, der heißt: Mittelfristig in die 3. Liga aufzusteigen. Aber Planung und Realität sind zweierlei. Was hier in Höhenberg entsteht, hätten wir uns in der Kürze der Zeit nicht träumen lassen“, zeigt der umtriebige Investor auch ein wenig Stolz über das bisher Erreichte.
Es scheint so, als ob einige fleißige Unternehmer mit Einsatz von Geld, Ideen und vor allem Herzblut den Verein aus seinem „Dornröschenschlaf“ wieder wachgeküsst haben. Gerade einmal zwei Jahre ist es her, als der Vorgänger-Verein SCB Viktoria die Insolvenz anmelden musste. Danach wurde im Jahr 2011 der FC Junkersdorf hinzugewonnen und es war der Startschuss gegeben für ein Vorhaben, welches bisher vollauf geglückt zu sein scheint. Sowohl sportlich mit einer makellosen Bilanz von 18 Punkten nach sechs Partien, als auch imagemäßig ist der Verein in aller Munde.
Selbstverständlich werden dabei auch die Emotionen geweckt, wie der ehemalige Viktoria-Kicker Franz Wunderlich gegenüber der „Bild“ ehrlich zugibt: „Ich habe selbst hier gespielt und bin glücklich, dass wir die Legende Viktoria wiederbeleben konnten.“ Auch die Infrastruktur im idyllisch gelegenen Sportpark Höhenberg wurde sichtlich verbessert. Für stolze 1,2 Millionen Euro gab es umfassende Modernisierungsmaßnahmen. Das Ergebnis können sich die Fans am 14. September anschauen, wenn im Heimspiel gegen Duisburg II das Flutlicht seine Premiere geben wird. Sportchef Wunderlich ergänzt: „Und im Oktober wird der Jugendbereich für rund 500.000 Euro kernsaniert, das ist ein wichtiger Schritt für unsere Zukunft.“
Die Mannschaft ist für Regionalliga-Verhältnisse überragend besetzt, denn neben Mike Wunderlich, der sogar Angebote von ambitionierten Zweitligisten ausgeschlagen hat, um bei seinem Heimatverein spielen zu können, gibt es ehemalige Erstliga-Spieler wie Alexander Voigt und Giovanni Federico. Hinzu gesellt sich der ehemalige Zweitliga-Stürmer Azis Bouhaddouz, dem eine glorreiche Karriere prophezeit wird. Dementsprechend stolz äußert sich Trainer Scholz über seine Mannschaft: „Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die auch eine echte Mannschaft ist. Hier meckert keiner, wenn er hinten dran steht.“ Der neue Viktoria-Boss Günter Pütz fügt hinzu: „Die Mannschaft hat einen wunderbaren Charakter. Dazu spielt sie tollen Fußball. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir bei jedem Heimspiel mehr Fans kriegen.“
Der Schnitt liegt bei erstaunlichen 2.140 Zuschauern pro Spiel. Es kann davon ausgegangen werden, dass bei anhaltendem Erfolg sogar die 3.000 Grenze überschritten werden kann, womit mehrere Drittligisten überholt werden dürften. Trotzdem warnt der sportliche Leiter Wunderlich in der „Bild“: „Der Weg wird noch brutal.“


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Quelle: bild.de
Autor: Henning Klefisch
Schlagworte: Viktoria Köln; Scholz; Federico; Wunderlich; Wernze; Bouhaddouz; Voigt
Datum: 11.09.2012 18:04 Uhr
Url: http://www.4-liga.com/nachrichten-die-visionen-und-ambitionen-von-viktoria-koeln-2179.html
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